Erholsamer Schlaf

Fühlen Sie sich häufig müde, abgeschlagen, nervös oder sind Sie leicht reizbar und können sich schlecht konzentrieren?

Wenn Sie diese Symptome über einen längeren Zeitraum ( > 1 Monat) beobachten, kann dies ein Indiz für ernst zu nehmende Schlafstörungen sein. Die Hauptursachen für Schlaflosigkeit können ganz unterschiedlich sein, oft gibt es auch eine Kombination von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel:

  • Lebensgewohnheiten wie späte Mahlzeiten oder Genussmittel wie Alkohol oder Rauchen
  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, auch Zirkadiner Rhytmus genannt, zum Beispiel bei Schichtarbeit oder Jetlag
  • Medikamente
  • Stress
  • Depressionen
  • Gesundheitliche Probleme
  • Atmungsstörungen wie Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer
  • sonstige Störungen des zirkadianischen Rhythmus

Schlaf macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Auch wenn es Menschen gibt, die bemüht sind, in allerlei Experimenten das Gegenteil nachzuweisen: Irgendwann fallen auch ihnen die Augen zu und eines ist klar: ohne Schlaf geht es einfach nicht.

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass Schlafentzug zu einer Vielzahl von Beeinträchtigungen führt, wie nachlassender Konzentration und verminderter geistiger Leistungsfähigkeit. Häufig werden Menschen bei lang andauerndem Schlafmangel zunehmend gereizter und launischer. Sie können auch weitere Krankheitssymptome entwickeln, angefangen von Halluzinationen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Suizidgedanken. Muskelspannung, Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Hormone, Stoffwechsel und andere Funktionen geraten durcheinander, wenn der natürliche Schlafrhythmus längerfristig gestört wird.

Selbst wenn wir davon nichts merken: Auch nachts passiert in unserem Körper sehr viel. Erst vor wenigen Jahren wurde etwa entdeckt, dass Gehirn und Rückenmark ein zusammenhängendes Entsorgungssystem haben. Es transportiert – vor allem im Schlaf – Schadstoffe ab, die sich tagsüber angesammelt haben.

Darüber hinaus dient unser Schlaf der Erholung und Neuordnung unseres Gehirns und das Gedächtnis festigt sich. So werden in den Gehirnzellen im Schlaf tagsüber aktivierte Nervenverbindungen verstärkt, unbenutzte werden abgeschwächt.

Fest steht: Wir brauchen Schlaf, er hält uns gesund. Ist er zu kurz oder nicht erholsam, fühlen wir uns am nächsten Tag müde, gereizt und sind unaufmerksam. Kommt das häufig vor, sinkt die Lebensqualität. Schlechter Schlaf kann zudem ein Anzeichen für eine Erkrankung sein.

 

Zirkadiner Rhytmus

Der zirkadiane Rhythmus stellt den Wechsel zwischen Wachsein und Schlaf dar. Es ist einfach unsere innere Uhr, die unseren biologischen Rhythmus reguliert.

Circadian kommt von dem lateinischen Ausdruck circa diem. Es ist selbst von den Begriffen circa (ungefähr) und dies (Tag) abgeleitet und bedeutet wörtlich „über einen Tag“. Der zirkadiane Rhythmus entspricht einer Reihe von biologischen Ereignissen (Änderungen der Körpertemperatur, Stoffwechselprozesse, Hormonsynthese usw.), die periodisch alle 24 Stunden auftreten. Beim Menschen wird der zirkadiane Rhythmus von einer „biologischen Uhr“ (dem Nucleus suprachiasmaticus) gesteuert, die im Hypothalamus liegt.

Schlafprobleme bis hin zu Krankheiten können auftreten, wenn die innere Uhr künstlich und für längere Zeit aus dem Tritt gebracht wird. Ein Beispiel hierfür ist ständig wechselnde Schichtarbeit, die durch nächtliche Arbeitsplatzbeleuchtung und tagsüber künstlich hergestellte Dunkelheit ein permanentes Jetlag verursachen und so zu Gesundheitsproblemen führen kann. Eine solche Verschiebung kann durch den richtig eingestellten Verlauf des Lichts wieder synchronisiert werden.

Gesunder Schlaf ist die Grundvoraussetzung für einen erholsamen Schlaf und ein gesundes und ausgeglichenes Leben.

Bereits kleinste Geräusche während der Tiefschlafphase können zu massiven Einbussen der Regenerierung führen.