Zirkadianer Rhythmus
Unter dem Begriff „zirkadianer Rhythmus” versteht man per Definition einen biologischen Rhythmus mit einer Dauer von etwa 24 Stunden (circa=ungefähr, dies=Tag). Ein typischer zirkadianer Rhythmus ist also der Schlaf-Wach- Rhythmus des Menschen.

Sind Sie oft müde am Morgen?

Fühlen Sie sich häufig müde, abgeschlagen, nervös oder sind Sie leicht reizbar und können sich schlecht konzentrieren? Wenn Sie diese Symptome über einen längeren Zeitraum (> 1 Monat) beobachten, kann dies ein Indiz für ernst zu nehmende Schlafstörungen sein.

Die Hauptursachen für Schlaflosigkeit können ganz unterschiedlich sein, oft ist es auch eine Kombination von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel:

  • Lebensgewohnheiten wie späte Mahlzeiten oder Genussmittel wie Alkohol oder Rauchen
  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus durch Schichtarbeit oder Jet-Legs.
  • Medikamente
  • Stress
  • Depressionen
  • Gesundheitliche Probleme
  • Atmungsstörungen wie Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer
  • sonstige Störungen des zirkadianen Rhythmus

Was ist erholsamer Schlaf und warum ist er wichtig?

Schlaf macht einen großen Teil unseres Lebens aus. Auch wenn es Menschen gibt, die bemüht sind, in allerlei Experimenten das Gegenteil nachzuweisen: Irgendwann fallen auch ihnen die Augen zu und eines ist klar: ohne Schlaf geht es einfach nicht.

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass Schlafentzug zu einer Vielzahl von Beeinträchtigungen führt, wie nachlassender Konzentration und verminderter geistiger Leistungsfähigkeit. Häufig werden Menschen bei lang andauerndem Schlafmangel zunehmend gereizter und launischer. Sie können auch weitere Krankheitssymptome entwickeln, angefangen von Halluzinationen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen und Suizidgedanken. Muskelspannung, Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Hormone, Stoffwechsel und andere Funktionen geraten durcheinander, wenn der natürliche Schlafrhythmus längerfristig gestört wird.

Selbst wenn wir davon nichts merken: Auch nachts passiert in unserem Körper sehr viel. Erst vor wenigen Jahren wurde etwa entdeckt, dass Gehirn und Rückenmark ein zusammenhängendes Entsorgungssystem haben. Es transportiert – vor allem im Schlaf – Schadstoffe ab, die sich tagsüber angesammelt haben.

Darüber hinaus dient unser Schlaf der Erholung und Neuordnung unseres Gehirns und das Gedächtnis festigt sich. So werden in den Gehirnzellen im Schlaf tagsüber aktivierte Nervenverbindungen verstärkt, unbenutzte werden abgeschwächt.

Fest steht: Wir brauchen Schlaf, er hält uns gesund. Ist er zu kurz oder nicht erholsam, fühlen wir uns am nächsten Tag müde, gereizt und sind unaufmerksam. Kommt das häufig vor, sinkt die Lebensqualität. Schlechter Schlaf kann zudem ein Anzeichen für eine Erkrankung sein.

 

Kann Schnarchen die Erholung stören?