Experimentelle Einzelfallstudie zum Myofunktionellen Training bei obstruktiver Schlafapnoe

Ziel der Studie war die Untersuchung der Auswirkungen eines zwölfwöchigen myofunktionellen Trainings des oro-velopharyngealen Bereichs auf nächtliche Atemaussetzer bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA).

Studie: Myofunktionelles Training des oralen und velopharyngealen Bereichs bei obstruktiver Schlafapnoe

Hintergrund:
„Der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr“ (Schopenhauer, 1851). Dass Schlaf der Erholung dient, weiß jede bzw. jeder, der selbst einmal schlecht geschlafen hat. Neben der Erholungsfunktion dient Schlaf jedoch u.a. auch der Konsolidierung des Gedächtnisses sowie der Funktionstüchtigkeit des Immunsystems (Maurer et al., 2018). Ist der Schlaf gestört und leidet der Mensch somit unter nicht erholsamem  Schlaf, ist die Lebensqualität meist stark beeinträchtigt und es können zahlreiche Beschwerden auftreten, wie bspw. Aufmerksamkeitsdefizite, gastrointestinale Störungen, Antriebsmangel (Mayer et al., 2010).

Ergebnisse:
Am Ende der zwölfwöchigen Übungsbehandlung wurden erneut alle oben vorgestellten Messungen wiederholt und die schlafmedizinische Untersuchung an dieser Stelle mittels ambulanter Polygrafie  durchgeführt, da sie alle erforderlichen Ergebnisse erbringt und aufgrund der Durchführung im häuslichen Umfeld für den Patienten einfacher zu integrieren war. Die Auswertung der numerischen Daten erfolgte quantitativ mithilfe von Verfahren der deskriptiven Statistik, die Auswertung der qualitativen Daten beschreibend.


Fazit: Trotz Limitationen im Rahmen der Parameter geht aus der Studie hervor, dass ein myofunktionelles Training des oro-velopharyngealen Bereiches zur Reduktion der Obstruktionen bei OSA unbedingt indiziert ist und die Logopädie dazu in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten kann.

Autorinnen:

Laura Mörsdorf
laura.moersdorf@web.de


Prof. Dr. Ulla Beushausen
HAWK Hochschule Hildesheim
Goschentor 1, D-31134 Hildesheim
Ulla.beushausen@hawk.de

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